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Donnerstag, 10. November 2011
Dieser Herbst gehört Gotan, so will es scheinen.
Denn neben dem "Best Of", das wir gerade eben erst angekündigt haben, können wir uns auch noch über eine Live-DVD/BluRay freuen!
Die beeindruckende "Tango 3.0" Show im Casino de Paris kommt mit diesem Package direkt zu uns nach Hause... so oft wir wollen!
Und, seien wir ehrlich: man muss Gotan Project einfach live gesehen haben!
Denn so großartig ihre Musik auch so schon ist, bei den live-Auftritten wird sie zum Teil einer bewegenden, berührenden Gesamtperformance mit bildgewaltiger und sehr ästhetischer Videoshow von Prisca Lobjoy. Sinnlich und surreal verstärkt sie die fesselnde Wirkung und die Leidenschaft der Musik von Gotan Project und sorgt dafür, dass sich zu den Melodien und Rhythmen die sich in unseren Köpfen festgesetzt haben, die passenden Bilder gesellen.
Ein umwerfendes audiovisuelles Erlebnis!!!
Gotan Projects "Tango 3.0 Live" kommt übrigens als DVD und BluRay.
Und hier gibt's schon mal einen kleinen Vorgeschmack:
Donnerstag, 3. November 2011
Oh, ich weiß noch, wie ich mich über Tango 3.0 gefreut habe.
Besonders großartig fand ich "La gloria"! Irgendwo zwischen Electro, Breaks und Tango... und selten habe ich bei E-Tango einen so fetten Bass gehört. Und wer schon mal in Argentinien einen Fußballkommentator im Radio gehört hat, muss doppelt schmunzeln bei der genialen Idee, dieses Erlebnis in einen Song einzubauen.
"La panamericana" hat mich auch in seinen Bann gezogen. Es hat etwas sehr Hypnotisches und man fühlt sich sofort hineingesaugt in einen Truck, der in Sekundenschnelle durch Ortschaften wie Mancora braust, auf seinem unendlich langen Weg gen Süden...
Ich scheine damit nicht allein gewesen zu sein, denn nur ein Jahr später landen diese beiden Songs zusammen mit anderen Hits, die aus den Köpfen der Tangueros und Tangueras nicht mehr wegzudenken sind, auf dem ersten Best Of von Gotan.
Und dass will schon etwas heißen bei diesem französischen Trio, dass vor nunmehr 10 Jahren die Electrotango-Welle losgetreten hat und seit dem nicht aufhört, ihm neue Facetten hinzuzufügen.
Neben absoluten Klassikern wie "Santa María" oder "Una música brutal" finden sich tatsächlich auch noch zwei neue, bisher unveröffentlichte Tracks!
Einer davon - "Strength to love" - tritt den Beweis an, dass Tango sogar mit melodisch-nachdenklichem Rap ungeheuer gut harmonieren kann! Großartig!!!
Gotan Projects "Best Of" erscheint am 18.11.2011 und kann von Clubmitgliedern bereits jetzt vorbestellt werden!
Dienstag, 18. Oktober 2011
...jetzt wurde sie neu rausgebracht:
"La Típica, Buenos Aires - Paris" von Juan Cedróns La Tipica Orquesta de Tango!!!
Die Musiker von La Típica rund um Juan Cedrón und Miguel Praino kamen 1996 zusammen, um die Mission des Cuarteto Cedrón fortzuführen: die wunderbare Musik der großen Orchester Argentiniens am Leben zu erhalten, die Erinnerung an sie zu bewahren und weiter zu verbreiten, sie der jüngeren Generation nahezubringen. Ein ebenso ambitioniertes wie gelungenes Unterfangen!
Und entsprechend dieses fast erzieherischen Projektes ähneln die Arrangements bzw. Interpretationen sehr stark denen derer, die ihre Jugend (und wohl auch den Rest ihres Lebens) so stark geprägt haben: De Caro, Pugliese, Gobbi, Salgán, Troilo, oder Mores... um nur einige zu nennen.
Diese Nähe zu den Interpretationen der Meister war zunächst ein Tabubruch, führt aber, vor allem im Zusammenspiel mit dem Motto von La Tipica - "Spielen als wäre es das letzte Mal" - zu einem großartigen Erlebnis!
Und die Erfahrung lehrt: Nicht immer ist, was neu ist auch gut.
Nachdem Cedrón mit seinem Quartett die Erinnerung an die Musik der kleineren Formationen wachgehalten hat, verschreibt er sich mit La Típica voll und ganz dem Klang der großen Orchester!
In diesem Geiste sind unter der Leitung Cedróns bereits zwei Alben entstanden:
neben "La Típica, Buenos Aires - Paris" auch noch "Nocturno".
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Gerade erst habe ich über eine spannende Kooperation von Kooperation von Leopoldo Federico (mit Roberto Grela) berichtet...
da halte ich schon die nächste in Händen, diesmal mit Susana Rinaldi, einer DER Grandes Dames des Tango.
Ein Bandoneón und eine Stimme, beide voller Erfahrung, die aufeinandertreffen, sich viel zu erzählen haben und, wie alte Freunde eben sind, dem anderen unglaublich gut zuhören können.
In ihrem Zusammenspiel scheint es, als hätten sie ihren ganz eigenen Rhythmus, einen Taktschlag, der nur ihnen beiden gehört und sonst niemandem. Schwelgend in Melodien voller Erinnerungen, Schwermut, Melancholie sieht man sie vor seinem inneren Auge zusammensitzen...
Die auf dieser CD festgehaltenen Aufnahmen transportieren eine sehr private Atmosphäre. Manchmal hört man sie sprechen... Aber an einem "bueno vamo'" allein liegt es nicht, dass man sich fühlt, als wäre man eingeladen worden und würde, andächtig lauschend, den beiden gegenüber im Sessel sitzen, während sie mit Geist und Seele bei Musik und Vergangenheit sind: "éramos... éramos jóvenes"
Es liegt wohl eher an dem getragenen, tief versunkenen Spiel Federicos und dem Wechsel Rinaldis zwischen Erzählung und Gesang... ein Gesang der etwas zu erzählen hat, dessen Quelle Jahrzehnte des Lebens und der Musik sind.
Auf diese Weise verlieren sie sich im Tango, von "El día que me quieras" und "Malena" bis "Naranjo en Flor" und "Che, Bandoneón". Der Epilog ist von ihnen selbst, ein Blick zurück, zurück in die Zeit, derer sie soeben musikalisch gedacht haben: "Éramos tan Jóvenes".
Rinaldi y Federico: "Vos y Yo"
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Aufgenommen in den 40ern, erschienen 2011.
Was hat es damit auf sich?
Nun, dazu muss man in diesem Fall ins Jahr 1995 zurückgehen, in dem der Buenos Aires Tango Club gegründet wurde.
Die anfangs 20 Tangoexperten und -liebhaber machten es sich zum Ziel, das Erbe dieser Musik, oder besser: dieser Kultur zu retten, es vor dem Vergessen oder dem endgültigen Verlust zu bewahren.
Denn von den nicht sehr robusten Schellackplatten, DEM Musikmedium der wichtigsten Jahre des Tangos, sind nur wenige erhalten und aus kommerziellen Gründen wurden längst nicht alle Aufnahmen aus dieser Zeit später auf Schallplatte neu rausgebracht.
Und deshalb sind seit einiger Zeit mehrere tausend Mitarbeiter des Clubs damit beschäftigt, die Archive vergangener oder immer noch existenter Labels nach brauchbaren Masterbändern oder anderen verwertbaren Tonträgern zu durchforsten und diese mit den Mitteln der modernen Audiotechnik zu remastern.
Um diese Aufnahmen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wurde 2001 das Label Euro Records s.a. gegründet, auf dem sorgfältig ausgewählte Compilations dieser Aufnahmen erscheinen, quasi als Früchte der gesamten Arbeit.
Von diesen Früchten haben wir gerade drei ganz neu erschienene reinbekommen:
Enrique Rodriguez: "Esto es puro compás"
Enrique Rodriguez, aus dessen Feder so wundervolle Tangos, wie etwa "Llorar por una mujer" stammen, war bekannt für neue, unkonventionelle Instrumentierungen und ein breites Repertoire aus fröhlichen und romantischen Tangos. Seine Glanzzeit überschneidet sich stark mit dem Goldenen Jahrzehnt des Tango, den 40ern.
Auf dieser CD, der ersten, die Euro Records von Rodriguez herausbringt, finden sich jedoch sämtlich sehr schöne Aufnahmen von Beginn seiner Karriere (1937-1941) - viele davon selbst komponiert!
Und der Titel sagt es bereits: Esto es puro compás! Musik, die zum Tanzen gemacht ist!
Cuarteto Federico - Grela: "Volumen I. Tangos" und "Volumen II. Valses Milongas y Selecciones"
Leopoldo Federico und Roberto Grela spielten zwischen 1965 und 1970 zusammen, fanden also nach Tangozeitrechnung erst relativ spät zueinander. Während Grela zuvor lange Zeit mit Troilo zusammen gearbeitet und dessen Bandoneón durch seine Gitarre perfekt ergänzt hatte, war Federico zusammen mit dem Sänger Julio Sosa zu einiger Berühmtheit gelangt, hatte aber auch schon einen Werdegang durch die Orcheter von Gobbi, DiSarli, Demare und Slagán hinter sich.
Auf den beiden CDs wurden die wichtigsten Momente ihres Zusammenwirkens festgehalten, die eine gefüllt mit Tangos, changierend zwischen nachdenklich und schwungvoll, die andere bevölkert von Valses und Milongas. Besonders interessant sind auf der zweiten CD die "Selecciones" (im Chart-Jargon würde man wohl Mega-Mix sagen). In diesen spielt das Quartett fünf Valses in dreieinhalb Minuten, oder drei Milongas in derselben Zeit - perfekt ineinander übergehend! Auch eine "selección de Julio de Caro", je eine von Mores und Piazzolla und sogar eine Hommage an Gardel sind dabei!
Und bei alldem verbreitet sich diese ganz besondere Stimmung, die entsteht, wenn sich Bandoneón und Gitarre im Zwiegespräch befinden.
Noch mehr bei Euro Records erschienene CDs aus unserem Shop findet Ihr hier.
Und wenn Ihr an weiteren, teils extrem raren Aufnahmen (sogar zum Download!) interessiert seid, dann lohnt ein Blick in unsere "Tango Classics" Serie.
Donnerstag, 29. September 2011
Endlich ist sie hier bei uns!
Die neue CD von Sexteto Milonguero: "7"
Und: "Dios mio!" was für ein umwerfendes Album - nein: Kunstwerk!
Über eine Stunde Lebensfreude, Gänsehaut (das klingt ja, als würde ich über Salsa schreiben  ) und tanzbare Melancholie!
Angetreten ist das Sexteto Milonguero ursprünglich, um den Tango ganz nah bei den Tänzern, in den Milongas, im Barrio zu halten. Und dazu haben sie ein Repertoire der Tangos aus dem Goldenen Zeitalter, den 40er Jahren, angehäuft, die sie nicht einfach covern, sondern in ihrem ganz persönlichen Sound wiedergeben wollen. Nun, dies ist ihnen voll und ganz gelungen!
Aber was sie mit ihrem "persönlichen Sound" alles aus den 40ern rausholen... unglaublich!!!
Gleich das erste Lied, "Embrujamiento", ist ganz weit weg von einer Kopie Malerbas oder D'Arienzos und beginnt mit einem so langen wie genialen Intro, das - wenn überhaupt - eher an Piazzolla erinnert: hochdramatisch und kraftvoll. Zum Beginn des Themas geht der Spannungsbogen kurz nach unten, die ersten Klänge sanft, dann kehrt langsam die Dynamik des Intros zurück. Und dann setzt Javier Di Ciriacos ebenso gefühlvoller wie durchdringender Gesang ein und reist einen endgültig mit!
Oder "Llorar por una mujer" (Lied 4). Da ist nichts von der Getragenheit eines Enrique Rodíguez zu spüren. Im Gegenteil! es sprüht förmlich vor Energie! Da wird der Korpus des Kontrabasses des öfteren zum Percussion-Instrument und den Musikern entgleitet ein kehliges "Ha!", fast wie bei einer Chacarera (die auf dem Album übrigens auch vertreten ist). Es würde mich nicht wundern, wenn dieses Lied auf Milongas schon den ein oder anderen unwillentlichen Stampfer erzeugt hätte.
Bei diesem dynamischen, kraftvollen Stil drängen sich Valses natürlich förmlich auf. Und daher gibt's auf dem neuen Album gleich eine ganze Tanda am Stück, bestehend aus "Flor de Lino", "Paisage", "Bajo un cielo de estrellas" und "Al pasar", die, eingefasst von Bandoneon- und Basssoli die Tänzer auf ihren Wogen davon tragen.
Extrem genial finde ich auch "Junto a tu corazón" (Lied 14)!
Insgesamt hat dieses Album eine für Tango einzigartige Power!
Ich kann sehr gut verstehen, dass diese CD und dieses Sexteto insgesamt in unserer Newsletter-Umfrage so gut abgeschnitten haben!!!
Hört sie Euch an, dreht den Sound auf und freut euch!
Und wenn ihr einfach nicht genug kriegen könnt, dann gibt es zum Glück auch noch das erste Album "Pa' que bailen" von diesem unglaublichen Sexteto Milonguero!
Montag, 1. August 2011
Tango aus Finnland mag für einige Menschen eine komische Vorstellung sein. Denn gemeinhin scheint Finnland in allem das genaue Gegenteil des Landes zu repräsentieren, in dem der Tango geboren wurde: Argentinien - Finnland, süd - nord, arm - reich, heiß - kalt, und es könnte noch eine Weile so weiter gehen… Doch diese beiden so unterschiedlichen Regionen eint die Liebe zum Tango!
Als die Tangowelle im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts nach Europa schwappte, erreichte sie auch auch Finnland. Und während der Tango es im Rest Europas zwischenzeitlich etwas schwerer hatte, wurde er in Finnland heimisch und passte sich den lokalen Gegebenheiten an. So ist finnischer Tango öfter in Moll komponiert und damit noch melancholisch-trauriger als der argentinische. Doch dem Ausspruch eines finnischen Musikers zufolge sind die Finnen "das einzige Folk auf der Erde, dass imstande ist, sich in Moll zu freuen".
Die Finnen haben auch andere Einflüsse, wie Marschmusik und auch Jazz in den Tango einfließen lassen und ihn so zu etwas ganz Eigenem gemacht - zu Finnischem Tango eben.
Die Tiefe der berührenden Texte deren Wehmut ebenfalls schwerer zu sein scheint als die der argentinischen, lässt sich oft nur über den Klang der Stimme aufnehmen, da Finnisch nicht unbedingt eine leicht zugängliche Sprache ist. Es sei denn, die Texte werden einmal übersetzt… zum Beispiel ins Deutsche von Harri Kaitila.
Andere aktuelle Beispiele für hochklassigen finnischen Tango sind die beiden Alben von Saimaa.
Viel Spaß beim "in Moll freuen"!
Dienstag, 19. Juli 2011
Seit kurzem stehen 29 neue Alben in unserer "Tango Classics"-Serie für euch exklusiv zum Download zur Verfügung!
Mit unter diesen neuen Fundstücken aus einem der größten europäischen Tangoarchive sind diesmal Biagi und Canaro, Firpo und Figari, Troilo und Pugliese!
Eine ausführlichere Beschreibung einiger ausgewählter Alben könnt ihr in unserem aktuellen Newsletter nachlesen:
"Tango Classics" News vom 12.7.
Der absolute Renner bei den Downloads sind momentan die beiden Alben von Carlos Figari:
Figari als mp3- und FLAC-Download
Troilo, Biagi und Canaro sind Figari dicht auf den Fersen...
Also, unbedingt reinhören!
Und mit ein bisschen Zeit solltet ihr euch die gesamte "Tango Classics"-Serie ansehen!
Da haben wir auf bisher 125 Alben eine unglaubliche Songauswahl für euch aufbereitet.
Und: ab 10 Titeln gibt es 10% Rabat und ab 50 Titeln sogar 20%!!!
Freitag, 20. Mai 2011
Mein erster blog-Eintrag über ein tolles Quintett aus der Hauptstadt: bassa.
Wie ich gerade gesehen habe, sind bassa, fünf wirklich versierte Musikerinnen und Musiker, deren zweites Album, wir vor kurzem in unser Sortiment aufgenommen haben, momentan fleißig in Deutschland unterwegs.
Zum Beispiel MORGEN in Suttgart, am 18. Juni in Hamburg und am 1. Juli in Berlin... aber seht selbst:
bassa - Tourdaten
Ihr eigener Stil, den sie Tangomondo nennen, macht ihr Album zu einer bunten aber sehr stimmigen Mischung aus Tango, orientalischen Klängen, Balkan, Bossa, Flamenco... um nur einige Zutaten zu nennen.
Damit schaffen sie es, eine wie ich finde, sehr schöne, beschwingende Stimmung zu kreieren... genau die richtige Musik zur Einstimmung auf den nahenden Sommer!
Wer sich schon mal warmhören möchte, findet ihr zweites Album hier bei uns im store:
bassa - medialuna
Meine persönlichen Lieblingstracks: Sunday Morning (Track 9, lockerleichter Bossa), der Titelsong Medialuna (Track 11) und auch die ersten beiden Lieder, A la tienne und Die Komplizin
Also viel Spaß beim Hören!
Mittwoch, 10. November 2010
Tolle Nachrichten: Carlos Quilici wird in Berlin am Montag, den 6. und Dienstag, den 7. Dezember 2010 einen Workshop über Tangomusik geben. Der Workshop richtet sich an Studenten, Musiker, Arrangeure, und Komponisten, die Interesse haben, die grundlegenden Elemente des Tango Argentino kennenzulernen.
Für mehr Information über den Workshop, schreibe an musikzimmer@gmail.com.
Über Carlos Quilici findet man hier mehr Information: tauras tango
Oder hör mal etwas von seinen Fähigkeiten als Musiker an!:
Rasgo, Cuarteto Los Tauras
Gauchita Sueca, Carlos Quilici y Quinteto Los Tauras
Bailamos?, Quinteto Los Tauras
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